Starlink für die Ukraine: Elon Musk aktiviert Weltrauminternet

Elon Musk unterstützt Ukraine

Das Projekt Starlink des Multimilliardärs Elon Musk war bisher immer höchst umstritten. Doch nun verschafft es den Ukrainern im Krieg gegen Russland einen kleinen Vorteil. In diesem Beitrag erfahrt Ihr, wie Elon Musk der Ukraine schnell und unkompliziert geholfen hat.

In Europa herrscht Krieg – der vermutlich jeden von uns derzeit stark beschäftigt. Für die Ukrainer wurde es in den letzten Tagen immer schwieriger, online zu gehen, da russische Truppen wichtige Infrastrukturen im Land zerstören. Die Kommunikation mit der Außenwelt ist aber sowohl für Individuen wichtig, als auch für das Militär aus taktischen Gründen. Der ukrainische Minister für Digitalisierung und Vize-Premier Mychajlo Fedorow hat deswegen einen ungewöhnlichen Hilferuf bei Twitter abgesendet.

“Elon Musk, während Sie versuchen, den Mars zu kolonisieren, versucht Russland, die Ukraine zu besetzen! Während Ihre Raketen erfolgreich aus dem All landen – greifen russische Raketen die ukrainische Zivilbevölkerung an! Wir bitten Sie, die Ukraine mit Starlink-Stationen zu versorgen.”

Mychajlo Fedorow

Globales Satellitennetz von Elon Musk

Zur Erinnerung: Starlink ist ein Projekt von Musks Firma SpaceX, deren Ziel es ist, ein weltumspannendes Satellitennetz aufzubauen, um den gesamten Planeten mit schnellem Internet zu versorgen. Derzeit sind knapp 1.800 Starlink-Satelliten im Orbit, es sollen insgesamt über 40.000 werden. Kritiker werfen der Firma vor, dass dadurch der Orbit zugemüllt und dadurch noch mehr Weltraumschrott entstehen wird. Außerdem sehen sie auch die Beobachtung des Nachthimmels von der Erde aus bedroht. 

In der Ukraine war der Service von Starlink bislang noch nicht verfügbar. Das hat Elon Musk aber mal eben fix geändert. Weniger als zehn Stunden nachdem Fedorow den Tweet abgesetzt hatte, antwortete Elon:

“Starlink Service ist jetzt in der Ukraine verfügbar. Weitere Terminals auf dem Weg.”

Elon Musk

Ukraine an Musks Satelliten angeschlossen

Die Terminals sind mittlerweile in der Ukraine angekommen. Wie viel das letztlich bringt, ist natürlich ungewiss. Aber es ist zumindest eine wichtige Notfallversicherung. Denn die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass die digitale Kommunikation in der Ukraine im Zuge des russischen Einmarsches zusammenbricht. Es kam in den letzten Tagen durch Cyberattacken immer wieder zu Ausfällen von Internet-Diensten. Und wenn die russische Armee Zugriff auf die Kommunikationsinfrastruktur des Landes erhält, besteht die Gefahr, dass die Ukraine komplett vom Internet abgeschnitten wird – im Zeitalter moderner Kriegsführung muss man bedenken, dass die Propagandaschlacht über das Internet geführt wird. Ein Verlust der Internetanbindung wäre also auch aus dieser Sicht gelinde gesagt suboptimal. Mit der Anbindung an Starlink kann das nicht mehr passieren. Selbst im Worst Case behält die Ukraine ihre Internetverbindung durch Musks Satelliten. 

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Auch Kryptowährungen helfen

Auch aus dem Krypto- und Bitcoinbereich erhält die Ukraine derzeit viel Unterstützung. Die Regierung der Ukraine hat offizielle Wallets für Bitcoin und Ethereum eingerichtet, über die schon Spenden in gigantischer Höhe eingegangen sind. Diese Zeiten machen deutlich, wie wichtig dezentrale Währungen sind, abgekoppelt von staatlichen Währungen wie Euro, Dollar oder Rubel, welche zwangsläufig über Banken laufen, die in politische Interessen eingebunden sind. 

Die derzeitige Situation könnte viele von uns zum Umdenken bewegen: Ist Starlink wirklich störend, wenn mir im Garten die Lichtpunkte durch die Linse huschen? Oder doch eher ein zivilisatorischer Fortschritt? Ist Bitcoin eine Betrüger-Währung? Oder doch eher eine Ermächtigung von Leuten in Not?

Noch mehr Informationen über die tolle Aktion von Elon Musk gibt es in diesem Video:

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